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Parlamentarische Monarchie in Südostasien auf dem hinterindischen Subkontinent zwischen Vietnam und Thailand, 181 035 km², 13,6 Mio. Einwohner, Hauptstadt Phnom Penh, Amtssprache Khmer, Französisch als Verkehrssprache.

Land und Leute

Der Mekong prägt durch das begleitende Tiefland die Landschaft im Osten und Süden, während im Westen bewaldetes Hügel- und Mittelgebirgsland dominiert. Der Fluss ist bei kaum ausgebauter Infrastruktur auch die Hauptverkehrsader des vorwiegend von buddhistischen Angehörigen der Khmerstämme bewohnten Landes, die vom Reisbau leben und daneben Baumwolle, Kautschuk, Tabak und Pfeffer anbauen und Fischerei betreiben, die kaum entwickelte Industrie ist durch den Bürgerkrieg weitgehend lahmgelegt.

Geschichte

Sowohl von Indien als auch von China her beeinflusst, bildete sich in Hinterindien seit dem 7. Jh. das Reich der Khmer. Es geriet im 19. Jh. in Abhängigkeit von Frankreich, das 1863 ein Protektorat über Kambodscha errichtete und es in Französisch-Indochina eingliederte. Im 2. Weltkrieg wurde das Land in den japanischen Einflussbereich einbezogen, sodass die französische Autorität verfiel.

1946 autonom und 1954 unabhängig geworden, wurde Kambodscha vom Vietnamkrieg in Mitleidenschaft gezogen und 1975 von den kommunistischen Roten Khmer übernommen, deren Terror über 1 Mio. Opfer forderte. 1979 beendete eine vietnamesische Intervention ihre Herrschaft. 1989 zeichnete sich durch Rückzug der Vietnamesen eine "Kambodschanisierung" des Konflikts und eine Demokratisierung ab, die durch UN-Friedenstruppen unterstützt wird. 1993 erstmals freie Wahlen unter UN-Aufsicht; die Roten Khmer boykottierten die Wahlen und nahmen den Kampf erneut auf, den ein Großteil ihrer Mitglieder aber 1996 aufgaben. Die Lage beruhigte sich 1998, Kambodscha wurde in ASEAN aufgenommen und nahm wieder seinen Sitz in der UN ein.